Großsegel Horizontal
Dienstag, 17. November 2009 um 14:27

Preiswerter Großsegel-Klassiker

 

Der klassische Horizontalschnitt oder CrossCut (engl. across, quer hinüber) ist der preiswerteste und nach wie vor ein sehr populärer Großsegelschnitt. Dies gilt allerdings nur bis zu einer Größenordnung um 32 bis 35 Fuß Schiffslänge. In größeren Segeln wird der  RadialCut oder Membransegel aus Gewichtsgründen interessant. Sie bieten neben anderen Vorteilen eine deutlich höhere Lebenserwartung.

 

Kosten- und Handling-Grenzen. Im CrossCut liegen Bahnen und Nähte ja quer zur Hauptlast. Das Material ermüdet schneller, je größer das Segel, desto mehr. Ein Ausgleich durch schwereres Material stößt an Kosten- und Handling-Grenzen.

 

Aufgefächerte Tuchbahnen. Um den konstruktiven Nachteil des Cross- Cuts einzugrenzen, legen wir jede Bahn rechtwinklig an die  Achterlierliekrundung und nicht wie üblich rechtwinklig an die Sehne zwischen Kopf und Schothorn. Das bewirkt eine leichte, kaum erkennbare Auffächerung der Bahnen. Im Hauptlastbereich hinten liegen die Querfäden (Schuss) besser in den Lastlinien, die Diagonalbeanspruchung dort sinkt.

 

Fallschirmfächer. Für unsere Amwind-Segel haben wir aufwändige „Fallschirmfächer“ oder „Parachute Patches“ entwickelt (engl. parachute, Fallschirm, und patch, Tuchaufsatz, Eckverstärkung). Der Fallschirm ist optimale Lastverteilung, und genau darauf kommt es an. Die fallschirmförmigen Eckverstärkungen sind lastorientiert aufgefächert. Der Aufwand lohnt sich, die Kräfte werden feiner eingeleitet als in jedem anderen Segel. Überlastungsschäden oder Wellblechstrahlung tief ins Segel hinein werden weitestgehend vermieden. Das Segel steht besser und hält länger.

Materialien:
• Premium Dacron
• Hydra Net