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| Neues vom Offshore Racing Congress 2009 (ORC) |
| Wednesday, 03 February 2010 14:38 |
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Das im letzten Jahr vorgestellte, neue Geschwindigkeits-Prognose-Programm (VPP) ist weiterentwickelt worden. Die bereits im vergangenen Jahr angekündigten und zum Teil bereits eingeführten Module des neuen ORC Systems sind weiter ausgebaut worden. So ist neben dem Rating-Certificate (=Messbrief zur Teilnahme an Wettfahrten) nun auch ein neues, so genanntes „Speed Sheet“ mit Polardaten erhältlich. Dies ist erstmals auch als „csv“-Datei zum direkten Einlesen in die Bordelektronik erhältlich. Ebenfalls verfügbar sein wird das „Stability Datasheet“, ein Stabilitäts-Datenblatt, das oftmals bei Versicherungen bei See-BG Zulassungen oder aber auch bei hochrangigen Wettfahrten verlangt wird. Es zeigt die Hebelarmkurve (stabilitätsumfang) des Schiffes, sowie weitere hydrodynamische Daten (Verdrängung, etc.). Ebenfalls neu sind die notwendigen Erklärungen hierzu, die auf www.orc.org online stehen. Dort finden sich auch Muster beider Datenblätter.
Das allgemein als gut funktionierendes Rating System anerkannte ORC International wurde weiter verfeinert. Es sind verschiedene Verbesserungen eingeführt worden, die eine genauere Geschwindigkeitsprognose erlauben. Das Geschwindigkeitsprofil der Flotte bleibt stabil. Weitere Änderungen betreffen die Vereinfachung der Vermessung, die Internationalisierung der Begrifflichkeiten mit anderen Systemen und Vorschriften (Equipment Rules of Sailing „ERS“ der ISAF) sowie die Ausrüstungsvorschriften der Schiffe. Hier sind in diesem Jahr insbesondere die Neuformulierung der Einrichtungsvorschriften für Cruiser-Racer zu nennen. Diese sind komplett überarbeitet worden. Der Typ „Racer“ fällt weg und wird als „Performance“ gewertet. Das hat keine unmittelbaren Rating-Veränderungen zur Folge, jedoch sind u.U. im Einzelfall vereinfachte Einrichtungen möglich. Alle Schiffe der „Performance Division“ müssen in Sachen Ausrüstung lediglich den Vorgaben der „ISAF Special Regulations“ für die jeweilige Kategorie der Regatta entsprechen. Das Aerodynamikmodell ist weiter verfeinert worden. Insbesondere die Modellierung des Flachreff und die Am-Wind Leistung wird weiter angepasst. Auch die so genannten Cross-Over Punkte, das heißt die Momente in denen von großen auf kleinere Segel umgestellt wird, sind überarbeitet und modernisiert worden. Dies gilt auch für die Jib/Spinnaker sowie Code-0 und asymmetrische Spinnaker Konfigurationen. Zusätzlich wurde ein Fehler in der dynamischen Vergütung bei Schiffen mit überlappenden Vorsegeln bei Starkwind korrigiert. Insgesamt werden diese Effekte u.U. einen positiven Einfluss auf die Bewertung der überlappenden Vorsegel haben.
Die Länge des Spinnakerbaumes (und analog auch TPS) bekommt einen veränderten Einfluss auf die Downwind Vorhersage.
Die sog. „heavy items“ fallen mit zwei Ausnahmen ganz weg. Es wird also keine zusätzliche Vergütung für schwere Ausrüstung mehr geben. Cruiser/Racer haben bis dato davon nur gering profitiert, da ihre dynamische Vergütung sowieso die vergleichsweise schweren Gewichtsverhältnisse an Bord berücksichtigt haben. Racer jedoch konnten sich durch die zusätzliche Mitnahme von ausgesuchtem Equipment sich einen Vorteil
Die Änderungen im GPH Wert in 2010 werden im Vergleich zum vergangenen Jahr moderat ausfallen. Allerdings wird es einige Ausnahmen hiervon geben, bei denen sich einige Änderungen überlagern. Zu erwarten sind Änderungen zwischen 0.1 und 2 sec/nm bei einem Großteil der Flotte. Bei den erwähnten vereinzelten Extremfällen können auch Änderungen bis zu mehreren sec/nm vorkommen. Dies ist zum Größten Teil der
Quelle: DSV / ORC. Beilken Sails GmbH ist für die Inhalte dieses Textes nicht verantwortlich |



